Zum Hauptinhalt springen

🚚 Versandkostenfrei ab 125 €* Bestellwert · Fachberatung: +49 2543 - 270125

Fallrohr

Fallrohr montieren – Schritt für Schritt

Richten Sie die Fallrohrführung zunächst probeweise aus und setzen Sie erst danach die Wandbefestigungen. So passen Stutzen, Bögen und senkrechtes Rohr zusammen. Der freie Ablauf am unteren Ende muss bereits vor der Montage geklärt sein.

Fallrohr montieren – Schritt für Schritt

Ein Fallrohr wird vom Ablauf der Dachrinne über Fallrohrbögen zur Fassade geführt und anschließend mit Fallrohrschellen sicher befestigt. Damit die Rohrleitung spannungsfrei sitzt, sollte der komplette Verlauf zunächst probeweise zusammengesteckt und ausgerichtet werden.

Erst danach werden die endgültigen Befestigungspunkte an der Wand gesetzt. Wichtig sind vor allem Fallrohrdurchmesser, Dachüberstand, Bogenführung, Wandabstand, Fallrohrhöhe und der untere Anschluss.

Kurz erklärt
  • Fallrohrführung zuerst komplett planen und probeweise ausrichten.
  • Dachüberstand mit passenden Fallrohrbögen und Zwischenstück überbrücken.
  • Zwischenstück erst nach Berücksichtigung der Einstecktiefen zuschneiden.
  • Fallrohrschellen passend zu Rohrdurchmesser und Wandaufbau auswählen.
  • Unteres Ende des Fallrohrs bereits vor der Montage fest einplanen.

Fallrohr montieren – welche Bauteile werden benötigt?

Für eine vollständige Fallrohrleitung werden je nach Einbausituation mehrere Bauteile benötigt.

Typische Bauteile einer Fallrohrleitung
Bauteil Aufgabe Darauf achten
Einhangstutzen Verbindet die Dachrinne mit der Fallrohrleitung. Rinnengröße und Fallrohrdurchmesser müssen zusammenpassen.
Fallrohrbögen Überbrücken den Dachüberstand und führen die Rohrleitung zurück zur Fassade. Winkel, Rohrdurchmesser und realen Platzbedarf berücksichtigen.
Zwischenstück Verbindet die beiden Fallrohrbögen miteinander. Einstecktiefen bei der Zuschnittlänge berücksichtigen.
Fallrohr Leitet das Regenwasser senkrecht nach unten. Benötigte Länge und Durchmesser passend auswählen.
Fallrohrschellen Befestigen die Rohrleitung an der Fassade. Schellengröße und Wandbefestigung zur Einbausituation wählen.
Unterer Anschluss Führt das Regenwasser weiter, beispielsweise in ein Standrohr oder einen anderen vorgesehenen Ablauf. Anschlussart und Einbauhöhe bereits vor der Montage festlegen.

Welche Maße brauche ich für die Fallrohrmontage?

Bevor Fallrohr und Bögen zugeschnitten oder montiert werden, sollten die wichtigsten Maße am Gebäude aufgenommen werden.

Wichtige Maße für die Fallrohrmontage
Maß Was wird gemessen? Wofür wird es benötigt?
Fallrohrhöhe Vertikaler Abstand vom oberen Anschluss bis zum vorgesehenen unteren Ende. Bestimmt die benötigte Länge der Rohrleitung.
Dachüberstand Horizontaler Abstand zwischen Ablauf unter der Dachrinne und senkrechter Fallrohrlinie an der Fassade. Wird für die Auswahl der Bögen und die Länge des Zwischenstücks benötigt.
Rohrdurchmesser Größe des verwendeten Fallrohrsystems. Bögen, Schellen, Rohrstücke und Anschlussbauteile müssen dazu passen.
Wandabstand Geplanter Abstand zwischen Rohr und Fassade. Bestimmt die Lage der Fallrohrschellen und Wandbefestigung.
Unterer Anschluss Position und Höhe von Standrohr, Ablauf oder anderer Entwässerung. Bestimmt die endgültige Fallrohrlänge und gegebenenfalls zusätzliche Formteile.

Vom Einhangstutzen zur Fassade

Direkt unter der Dachrinne liegt das Fallrohr aufgrund des Dachüberstands häufig nicht an der späteren senkrechten Rohrlinie.

Der Abstand wird üblicherweise mit zwei Fallrohrbögen und einem geraden Zwischenstück überbrückt.

Der erste Bogen führt vom Einhangstutzen in Richtung Fassade. Das Zwischenstück überbrückt den benötigten Abstand. Der zweite Bogen richtet die Rohrleitung anschließend wieder senkrecht aus.

Fallrohrbögen zuerst probeweise montieren

Bevor das Zwischenstück endgültig zugeschnitten wird, sollten die Bögen probeweise am Einhangstutzen beziehungsweise am geplanten Aufbau positioniert werden.

Dabei können Dachüberstand, verfügbare Höhe und spätere Fallrohrlinie kontrolliert werden.

Die Rohrteile sollten nicht verdreht oder verspannt werden, um unpassende Maße auszugleichen.

Zwischenstück richtig zuschneiden

Die Länge des Zwischenstücks entspricht nicht einfach dem gemessenen Dachüberstand.

Die beiden Bögen erzeugen selbst bereits einen horizontalen Versatz. Außerdem wird ein Teil des Zwischenstücks in die Steckbereiche der Bögen eingeschoben.

Berücksichtigen Sie deshalb:

  • Dachüberstand,
  • Bogenwinkel,
  • reale Bogenabmessungen,
  • Fallrohrdurchmesser,
  • Einstecktiefen.

Das Zwischenstück sollte erst zugeschnitten werden, wenn die benötigte Länge am konkreten Aufbau eindeutig bestimmt ist.

Fallrohr senkrecht ausrichten

Nach der Bogenkombination beginnt der senkrechte Fallrohrabschnitt.

Richten Sie diesen Abschnitt lotrecht entlang der Fassade aus. Eine Wasserwaage beziehungsweise geeignete Ausrichthilfe kann dabei helfen.

Die Fallrohrschellen sollten anschließend auf dieser Linie positioniert werden. Die Schellen dienen zum Halten der Leitung und nicht dazu, eine schief geplante Rohrführung seitlich geradezuziehen.

Welche Fallrohrschelle ist die richtige?

Die passende Schelle hängt vom Fallrohrdurchmesser und dem vorhandenen Wandaufbau ab.

Neben der eigentlichen Schellengröße muss deshalb auch entschieden werden, wie die Befestigung mit der Fassade verbunden wird.

Fallrohrschellen und Befestigungsarten im Vergleich
Fallrohrschelle Geeignet für Darauf achten
Fallrohrschelle mit Einschlagstift Schelle mit Einschlagstift Artikel ansehen → Für geeignete massive Befestigungsgründe, an denen ein Einschlagstift vorgesehen ist. Integrierter 140-mm-Stift. Untergrund und sichere Verankerung vor der Montage prüfen.
Fallrohrschelle M10 ohne Zubehör M10-Schelle ohne Zubehör Artikel ansehen → Wenn bereits eine geeignete M10-Befestigung vorhanden ist oder separat geplant wird. Enthält nur die Schelle. Die Wandbefestigung muss separat passend ausgewählt werden.
Fallrohrschelle M10 mit Stockschraube M10-Schelle mit Stockschraube Artikel ansehen → Für eine verschraubte Befestigung, beispielsweise an geeignetem Mauerwerk. Stockschraube enthalten. Dübel und Verankerung müssen zum vorhandenen Untergrund passen.
Fallrohrschelle M10 mit Wandplatte M10-Schelle mit Wandplatte Artikel ansehen → Für geeignete Holz-, Metall- oder Trapezblechkonstruktionen. Wandplatte mit geeigneten Schrauben sicher an einer tragfähigen Konstruktion befestigen.

Die verlinkten Varianten zeigen beispielhaft Ø100 mm. Den tatsächlichen Rohrdurchmesser bitte auf der Produktseite passend auswählen. Dämmung allein ist kein tragfähiger Befestigungsgrund.

Fallrohrschellen richtig positionieren

Die endgültigen Befestigungspunkte sollten erst gesetzt werden, wenn die komplette Rohrführung ausgerichtet ist.

Markieren Sie die senkrechte Rohrlinie und verteilen Sie die Schellen entsprechend den Montagevorgaben des verwendeten Systems.

Achten Sie insbesondere darauf, dass:

  • alle Befestigungen auf einer gemeinsamen Rohrlinie liegen,
  • das Fallrohr nicht seitlich verspannt wird,
  • Rohrverbindungen nicht unnötig belastet werden,
  • zusätzliche Formteile ausreichend berücksichtigt werden.

Fallrohre richtig zusammenstecken

Normale Fallrohre besitzen häufig bereits eine passende Muffe. Dadurch können die Rohrstücke direkt miteinander verbunden werden.

Die Verbindung sollte so ausgerichtet sein, dass das Wasser vom oberen Rohr in das darunterliegende Rohr geführt wird.

Eine zusätzliche Steckmuffe wird deshalb nicht automatisch an jeder Verbindung benötigt.

Sie ist insbesondere dann sinnvoll, wenn nach einem Zuschnitt keine geeignete Muffe mehr vorhanden ist.

Fallrohr auf die richtige Länge zuschneiden

Messen Sie die benötigte Rohrlänge erst am vollständig geplanten Aufbau.

Berücksichtigen Sie dabei, dass ein Teil des Rohrstücks innerhalb einer Steckverbindung verschwindet. Die sichtbare Länge ist deshalb nicht zwingend identisch mit der tatsächlichen Zuschnittlänge.

Nach dem Zuschneiden:

  • Schnittkante entgraten,
  • Rohr auf Verformungen kontrollieren,
  • Steckverbindung prüfen,
  • Rohr erneut in der gesamten Führung ausrichten.

Unteres Ende des Fallrohrs planen

Bereits vor der Montage sollte feststehen, wohin das Regenwasser am unteren Ende des Fallrohrs geleitet wird.

Je nach Einbausituation kann das Fallrohr beispielsweise in ein Standrohr geführt, an eine weitere Entwässerung angeschlossen oder zur Regenwassernutzung ergänzt werden.

Die gewählte Lösung beeinflusst die benötigte Fallrohrlänge und gegebenenfalls weitere Bauteile.

Fallrohr mit Standrohr verbinden

Bei einem vorhandenen Standrohr kann eine Standrohrkappe einen sauberen Übergang zwischen Fallrohr und Standrohr bilden.

Dabei müssen sowohl das Maß des Fallrohrs als auch das Maß des Standrohrs zur gewählten Ausführung passen.

Mehr dazu finden Sie im Ratgeber Standrohr und Fallrohr richtig verbinden.

Wann wird ein Sockelknie benötigt?

Ein Sockelknie kann eingesetzt werden, wenn im unteren Bereich des Fallrohrs ein kleiner, fest definierter Versatz überbrückt werden muss.

Es ist jedoch kein universeller Adapter und auch nicht automatisch als freier Auslauf vorgesehen.

Die tatsächliche Einbausituation und der weitere Wasserweg müssen deshalb separat geprüft werden.

Fallrohrklappe oder Regentonnenfüller integrieren

Soll Regenwasser genutzt werden, können je nach System zusätzliche Bauteile in die senkrechte Fallrohrleitung integriert werden.

Eine Fallrohrklappe ermöglicht die manuelle Entnahme von Regenwasser. Ein Regentonnen-Füllautomat leitet einen Teil des Regenwassers automatisch zu einer Regentonne weiter.

Solche Bauteile sollten in einer gut zugänglichen und für ihre Funktion geeigneten Höhe montiert werden.

Fallrohrmontage abschließend kontrollieren

Nach der Montage sollte der gesamte Verlauf vom Dachrinnenablauf bis zum unteren Anschluss kontrolliert werden.

Prüfen Sie insbesondere:

  • sicheren Sitz des Einhangstutzens,
  • korrekte Ausrichtung der Fallrohrbögen,
  • passende Länge des Zwischenstücks,
  • lotrechten Verlauf des Fallrohrs,
  • festen Sitz der Fallrohrschellen,
  • korrekte Steckverbindungen,
  • freien unteren Ablauf.

Ein kontrollierter Wassertest kann helfen, den vollständigen Wasserweg zu überprüfen.

Häufige Fehler beim Fallrohr montieren vermeiden

  • Fallrohrschellen montieren, bevor die Rohrführung ausgerichtet ist.
  • Dachüberstand direkt als Zwischenstücklänge übernehmen.
  • Einstecktiefen beim Zuschnitt vergessen.
  • Fallrohrbögen durch Verdrehen an falsche Maße anpassen.
  • Fallrohr mit den Schellen seitlich in Position ziehen.
  • Eine zusätzliche Steckmuffe bestellen, obwohl bereits eine Muffe vorhanden ist.
  • Wandbefestigung nur nach Optik statt nach Untergrund auswählen.
  • Unteren Anschluss erst nach der Montage planen.
  • Wasserablauf nach Abschluss der Arbeiten nicht kontrollieren.

Fallrohr, Bögen, Schellen und Verbindungsteile müssen in Durchmesser und Anschluss zueinander passen. Wandbefestigungen nur an geeigneten tragfähigen Untergründen ausführen. Arbeiten an Dach und Fassade nur mit sicherem Zugang und geeigneter Absturzsicherung durchführen.

Passende Artikel für Ihr Projekt