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Fallrohr

Standrohr und Fallrohr richtig verbinden

Am unteren Ende der Dachentwässerung treffen häufig Fallrohr und Standrohr aufeinander. Dafür müssen beide Maße und die Einbausituation bekannt sein. Eine Standrohrkappe bildet den passenden Abschluss, ersetzt aber keine ungeprüfte Rohrverbindung oder Abdichtung.

Standrohr und Fallrohr richtig verbinden

Am unteren Ende des Fallrohrs erfolgt häufig der Übergang in ein Standrohr oder eine weiterführende Entwässerungsleitung. Damit Fallrohr und Standrohr sauber miteinander verbunden werden können, müssen beide Rohrgrößen und die tatsächliche Einbausituation bekannt sein.

Eine Standrohrkappe bildet einen sauberen Übergang zwischen den unterschiedlichen Rohrgrößen. Entscheidend ist, dass sowohl der Durchmesser des Fallrohrs als auch das Maß des Standrohrs zur gewählten Ausführung passen.

Kurz erklärt
  • Fallrohrdurchmesser und Standrohrmaß getrennt messen.
  • Standrohrkappe passend zu beiden Anschlussgrößen auswählen.
  • Fallrohr möglichst spannungsfrei in Richtung Standrohr führen.
  • Vor der Montage prüfen, ob das Standrohr frei entwässert.
  • Eine Standrohrkappe ist keine universelle Reduziermuffe für beliebige Rohrgrößen.

Wie wird ein Fallrohr an ein Standrohr angeschlossen?

Das Fallrohr führt das Regenwasser von der Dachrinne nach unten. Am Gebäude endet es häufig oberhalb eines Standrohrs, das das Wasser in eine weiterführende Entwässerung leitet.

Da Fallrohr und Standrohr unterschiedliche Durchmesser haben können, wird am Übergang eine passende Standrohrkappe eingesetzt. Sie sorgt für einen sauberen Abschluss und führt das Fallrohr in den vorhandenen Standrohranschluss.

Vor der Montage sollte geprüft werden, ob Fallrohr und Standrohr fluchtend beziehungsweise mit einer geeigneten Rohrführung miteinander verbunden werden können.

Welche Maße werden für die Standrohrkappe benötigt?

Für die Auswahl einer passenden Standrohrkappe müssen zwei Größen voneinander unterschieden werden: das Fallrohrmaß und das Standrohrmaß.

Wichtige Maße für den Übergang vom Fallrohr zum Standrohr
Maß / Angabe Was wird gemessen? Warum ist das wichtig?
Fallrohrdurchmesser Außendurchmesser beziehungsweise Nenngröße des vorhandenen Fallrohrs. Bestimmt die obere Anschlussgröße der Standrohrkappe.
Standrohrmaß Größe beziehungsweise Außendurchmesser des vorhandenen Standrohrs. Bestimmt die untere Größe der Standrohrkappe und damit den Sitz am Standrohr.
Einbauhöhe Abstand zwischen dem Ende des Fallrohrs und dem Standrohranschluss. Zeigt, ob das Fallrohr gekürzt, verlängert oder in seiner Führung angepasst werden muss.
Rohrversatz Prüfen, ob Fallrohr und Standrohr direkt übereinander liegen. Bei seitlichem Versatz können zusätzliche Bögen oder ein Sockelknie erforderlich sein.
Zustand des Standrohrs Standrohr und Anschluss auf Beschädigungen oder Blockaden prüfen. Ein neuer Übergang löst keine bereits vorhandene Verstopfung oder beschädigte Entwässerungsleitung.

Welche Standrohrkappe ist die richtige?

Die passende Standrohrkappe wird nicht nur anhand des Fallrohrdurchmessers ausgewählt. Entscheidend ist die Kombination aus Fallrohrgröße und Standrohrgröße.

Prüfen Sie deshalb vor der Bestellung beide Anschlussmaße. Eine Ausführung für ein bestimmtes Fallrohr kann je nach Produkt mit unterschiedlichen Standrohrgrößen kombiniert werden.

Die Produktbezeichnung beziehungsweise Variantenangabe sollte deshalb immer vollständig mit dem vorhandenen Aufbau abgeglichen werden.

Fallrohr und Standrohr richtig ausrichten

Das Fallrohr sollte möglichst spannungsfrei zum Standrohr geführt werden. Liegen beide Rohre nicht direkt übereinander, sollte das Fallrohr nicht durch die Schellen seitlich in Position gezogen werden.

Stattdessen kann die Rohrführung bereits oberhalb des Standrohrs angepasst werden. Je nach benötigtem Versatz kommen beispielsweise Fallrohrbögen oder ein Sockelknie infrage.

Sockelknie oder Fallrohrbogen – wann wird was benötigt?

Nicht jeder seitliche Versatz am unteren Ende des Fallrohrs erfordert denselben Aufbau.

Bauteile für den unteren Bereich des Fallrohrs
Bauteil Einsatzzweck Darauf achten
Standrohrkappe für Fallrohr Standrohrkappe Artikel ansehen → Übergang vom Fallrohr zu einem vorhandenen Standrohr. Fallrohr- und Standrohrgröße müssen zur gewählten Variante passen.
Sockelknie für Fallrohr Sockelknie mit 60 mm Ausladung Artikel ansehen → Kompakter Versatz im unteren Bereich des Fallrohrs, beispielsweise an einem Sockel- oder Mauervorsprung. Die Ausladung ist vorgegeben und nicht beliebig einstellbar.
Fallrohrbogen Fallrohrbogen Artikel ansehen → Für Richtungsänderungen und individuellere Rohrführungen. Bei größeren Versätzen können zwei Bögen und ein passendes Zwischenstück erforderlich sein.

Standrohr vor dem Anschluss kontrollieren

Bevor ein neues Fallrohr angeschlossen wird, sollte das vorhandene Standrohr auf Zustand und freien Ablauf geprüft werden.

Achten Sie insbesondere auf:

  • sichtbare Beschädigungen,
  • Verschmutzungen im oberen Rohrbereich,
  • stehenden Wasserstand,
  • ungewöhnlich langsamen Ablauf,
  • Beschädigungen am Anschlussbereich.

Staut sich bereits Wasser im Standrohr, sollte zunächst die Ursache geklärt werden. Eine neue Standrohrkappe oder ein neues Fallrohr beseitigt eine tiefer liegende Blockade nicht.

Standrohrkappe montieren

Vor der Montage sollten Fallrohr und Standrohr sauber ausgerichtet und auf die richtige Länge gebracht werden.

Gehen Sie grundsätzlich in dieser Reihenfolge vor:

  1. Fallrohr- und Standrohrgröße kontrollieren.
  2. Standrohrkappe passend auswählen.
  3. Benötigte Fallrohrlänge bestimmen.
  4. Fallrohr bei Bedarf sauber kürzen.
  5. Schnittkante entgraten.
  6. Standrohrkappe entsprechend der vorgesehenen Einbaulage einsetzen.
  7. Fallrohr ausrichten und in die Standrohrkappe führen.
  8. Fallrohrschellen kontrollieren und Rohr spannungsfrei befestigen.

Kann das Fallrohr direkt in das Standrohr gesteckt werden?

Ob ein direkter Anschluss möglich ist, hängt von den vorhandenen Rohrgrößen und dem jeweiligen Aufbau ab. Unterschiedliche Durchmesser sollten nicht einfach improvisiert ineinandergesteckt oder mit ungeeigneten Zwischenlösungen verbunden werden.

Eine passende Standrohrkappe schafft einen definierten Übergang zwischen Fallrohr und Standrohr und sorgt gleichzeitig für einen sauberen Abschluss im sichtbaren Bereich.

Standrohrkappe oder Steckmuffe?

Eine Steckmuffe und eine Standrohrkappe haben unterschiedliche Aufgaben.

Die Steckmuffe dient in erster Linie dazu, zwei passende Fallrohrabschnitte miteinander zu verbinden, wenn an der benötigten Stelle keine geeignete Muffe vorhanden ist.

Die Standrohrkappe ist dagegen für den Übergang vom Fallrohr zum Standrohr vorgesehen. Sie sollte daher nicht durch eine beliebige Rohrmuffe ersetzt werden.

Nach der Montage den Wasserablauf prüfen

Nach dem Einbau sollte kontrolliert werden, ob das Fallrohr spannungsfrei sitzt und das Wasser frei in das Standrohr weitergeleitet werden kann.

Achten Sie darauf, ob sich Wasser im Übergangsbereich zurückstaut oder seitlich austritt. Bei wiederholtem Rückstau sollte insbesondere die weiterführende Entwässerungsleitung überprüft werden.

Fallrohr und Standrohr müssen passend dimensioniert und spannungsfrei miteinander verbunden werden. Eine Standrohrkappe ersetzt keine Prüfung der weiterführenden Entwässerungsleitung. Bei Rückstau, beschädigten erdverlegten Leitungen oder unklaren Anschlussbedingungen einen Fachbetrieb hinzuziehen.

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