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Fallrohr

Fallrohrbögen richtig auswählen und montieren

Fallrohrbögen überbrücken Dachüberstände und ändern die Rohrführung. Im Shop stehen 40°, 60°, 72° und 85° zur Auswahl. Entscheidend ist nicht ein vermeintlicher Standardwinkel, sondern die Kombination aus Versatz, verfügbarer Höhe und realen Bauteilmaßen.

Fallrohrbögen richtig auswählen und montieren

Fallrohrbögen werden benötigt, wenn das Fallrohr nicht direkt senkrecht unter der Dachrinne verlaufen kann. Besonders häufig werden zwei Bögen eingesetzt, um den Dachüberstand zu überbrücken und das Fallrohr von der Dachrinne zurück zur Fassade zu führen.

Bei uns stehen Fallrohrbögen mit 40°, 60°, 72° und 85° zur Auswahl. Welcher Winkel geeignet ist, hängt nicht von einem festen Standard ab, sondern vor allem von Dachüberstand, verfügbarer Höhe, Rohrdurchmesser und den tatsächlichen Abmessungen der Bögen.

Kurz erklärt
  • Dachüberstand zwischen Ablauf und Fassade messen.
  • Verfügbaren Höhenraum für die Bogenkombination prüfen.
  • 40°, 60°, 72° oder 85° passend zur gewünschten Rohrführung auswählen.
  • Für einen Versatz werden häufig zwei gleiche Bögen und ein Zwischenstück verwendet.
  • Einstecktiefen und reale Bogenmaße bei der Länge des Zwischenstücks berücksichtigen.

Wofür werden Fallrohrbögen benötigt?

Ein Fallrohrbogen verändert die Richtung einer Fallrohrleitung. Dadurch können Abstände zwischen Dachrinne und Fassade überbrückt oder Hindernisse innerhalb der Rohrführung umgangen werden.

Der häufigste Einsatz befindet sich direkt unterhalb der Dachrinne. Durch den Dachüberstand liegt der Einhangstutzen meist weiter von der Gebäudewand entfernt als das später senkrecht verlaufende Fallrohr.

Mit einer Kombination aus zwei Fallrohrbögen und einem geraden Zwischenstück wird dieser Abstand ausgeglichen.

Welcher Fallrohrbogen ist der richtige?

Welcher Winkel sinnvoll ist, hängt davon ab, wie weit das Fallrohr horizontal versetzt werden muss und wie viel Höhe für diesen Versatz zur Verfügung steht.

Ein kleinerer Winkel führt das Rohr flacher, während ein größerer Winkel einen stärkeren Richtungswechsel erzeugt. Entscheidend ist jedoch immer die tatsächliche Geometrie des verwendeten Bogens.

Fallrohrbögen mit 40°, 60°, 72° und 85° im Vergleich
Fallrohrbogen Typische Rohrführung Darauf achten
Fallrohrbogen 40 Grad Fallrohrbogen 40° Artikel ansehen → Relativ flache Rohrführung mit kleinerem Richtungswechsel. Benötigt für denselben horizontalen Versatz in der Regel mehr verfügbaren Höhenraum als ein steilerer Bogen.
Fallrohrbogen 60 Grad Fallrohrbogen 60° Artikel ansehen → Mittlere Rohrführung zwischen flacher und stärker abgewinkelter Ausführung. Dachüberstand und verfügbare Höhe gemeinsam mit den realen Bogenmaßen prüfen.
Fallrohrbogen 72 Grad Fallrohrbogen 72° Artikel ansehen → Stärkerer Richtungswechsel für eine kompaktere Führung zurück zur Fassade. Zwischenstück und Bogenabmessungen passend zum konkreten Dachüberstand bestimmen.
Fallrohrbogen 85 Grad Fallrohrbogen 85° Artikel ansehen → Sehr starker Richtungswechsel nahe einem rechten Winkel. Platzbedarf und Wasserführung sorgfältig prüfen. Nicht automatisch die beste Lösung für kleine Dachüberstände.

Der Winkel allein reicht für die Auswahl nicht aus. Dachüberstand, Rohrdurchmesser, verfügbare Höhe, reale Abmessungen der Bögen und Einstecktiefen müssen gemeinsam betrachtet werden.

Fallrohrbogen-Rechner

Berechnen Sie die benötigte Länge des Zwischenstücks zwischen zwei Fallrohrbögen anhand von Dachüberstand, Bogenwinkel und Fallrohrdurchmesser.

Es werden zwei Fallrohrbögen mit demselben Winkel verwendet.
Rohr, Bögen und Zwischenstück müssen denselben Durchmesser besitzen.
In cm messen: waagerecht von der Mitte der Dachrinne bzw. des Einhangstutzens bis zur Hauswand. Die Messdaten berücksichtigen ca. 3 cm Wandabstand des Fallrohrs.
In cm. Wird die Höhe angegeben, berechnet der Rechner zusätzlich die verbleibende senkrechte Fallrohrlänge unterhalb des Bogenaufbaus.
Ergebnis

Vertikaler Platzbedarf –
Sichtbare Länge zwischen Bögen –
Verbleibendes senkrechtes Fallrohr –
Messbasis: Der Rechner basiert auf den vermessenen Kombinationen aus 40°, 60°, 72° und 85° Fallrohrbögen in Ø 60, 76, 87 und 100 mm. Bei einem Zwischenstück werden jeweils ca. 5 cm in den oberen und unteren Bogen eingesteckt.

Welche Maße brauche ich für die Fallrohrbögen?

Für die Planung der Bogenkombination sind vor allem zwei Maße wichtig: der horizontale Dachüberstand und der verfügbare vertikale Bauraum.

Wichtige Maße für die Planung der Fallrohrbögen
Maß / Angabe Was wird gemessen? Wofür wird es benötigt?
Dachüberstand Horizontaler Abstand zwischen dem Fallrohranschluss unter der Dachrinne und der späteren senkrechten Rohrlinie an der Fassade. Bestimmt den benötigten horizontalen Versatz.
Verfügbare Höhe Vertikaler Raum zwischen Einhangstutzen und dem Bereich, ab dem das Fallrohr senkrecht verlaufen soll. Bestimmt, welche Bogenkombination geometrisch möglich ist.
Fallrohrdurchmesser Durchmesser der verwendeten Fallrohrleitung. Bögen und Rohrstücke müssen zum gleichen Rohrsystem passen.
Bogenwinkel 40°, 60°, 72° oder 85°. Beeinflusst horizontalen und vertikalen Versatz der Rohrführung.
Einstecktiefen Bereich, in dem Zwischenstück und Bögen ineinandergesteckt werden. Muss bei der tatsächlichen Zuschnittlänge des Zwischenstücks berücksichtigt werden.

Dachüberstand richtig messen

Der Dachüberstand für die Fallrohrplanung ist der horizontale Abstand zwischen der Position des Ablaufs unterhalb der Dachrinne und der geplanten senkrechten Fallrohrlinie an der Fassade.

Messen Sie dabei nicht einfach die gesamte Tiefe des Dachüberstands. Entscheidend sind die tatsächlichen Mittellinien beziehungsweise Anschlusspositionen von Einhangstutzen und Fallrohr.

Je genauer dieses Maß erfasst wird, desto genauer lässt sich die benötigte Bogenkombination bestimmen.

Zwei Fallrohrbögen und ein Zwischenstück

Für die typische Rückführung des Fallrohrs zur Fassade werden zwei Bögen verwendet.

Der erste Bogen lenkt das Rohr vom Einhangstutzen in Richtung Hauswand. Das Zwischenstück überbrückt den benötigten Abstand. Der zweite Bogen richtet die Rohrleitung anschließend wieder in die senkrechte Richtung aus.

Der Aufbau besteht damit aus:

  • Einhangstutzen,
  • erstem Fallrohrbogen,
  • geradem Zwischenstück,
  • zweitem Fallrohrbogen,
  • senkrechtem Fallrohr.

Wie lang muss das Zwischenstück sein?

Die benötigte Länge des Zwischenstücks entspricht nicht einfach dem gemessenen Dachüberstand.

Bereits die beiden Fallrohrbögen erzeugen einen horizontalen und vertikalen Versatz. Zusätzlich wird ein Teil des Zwischenstücks in die Steckbereiche der Bögen eingeschoben.

Für eine genaue Bestimmung müssen daher berücksichtigt werden:

  • Dachüberstand,
  • Bogenwinkel,
  • Fallrohrdurchmesser,
  • reale Abmessungen der beiden Bögen,
  • Einstecktiefe des Zwischenstücks.

Deshalb sollte die benötigte Zwischenstücklänge anhand der konkreten Bogenkombination bestimmt und nicht ausschließlich geometrisch aus dem Winkel berechnet werden.

Was passiert bei sehr kleinem Dachüberstand?

Bei einem sehr kleinen Abstand zwischen Dachrinne und Fassade ist möglicherweise kein separates Zwischenstück erforderlich.

Je nach Bogenform können die beiden Fallrohrbögen direkt ineinandergesteckt werden. Dabei entsteht durch die Steckverbindung bereits ein bestimmter Mindestversatz.

Wichtig ist deshalb: Eine Zwischenstücklänge darf nicht einfach negativ berechnet werden. Ist der gewünschte Dachüberstand kleiner als der geometrisch mögliche Mindestversatz der ausgewählten Bogenkombination, ist diese Kombination für den Aufbau nicht geeignet.

Wann sind Fallrohrbögen für den Dachüberstand zu groß?

Jede Bogenkombination benötigt durch ihre eigene Bauform einen bestimmten Mindestabstand.

Ist die Fassade näher am Ablauf als dieser Mindestabstand, kann die Rohrleitung nicht korrekt aufgebaut werden.

In diesem Fall sollte eine andere Bogenkombination geprüft oder die Rohrführung ohne die betreffende Kombination neu geplant werden.

Die Bögen sollten nicht verdreht, zusammengedrückt oder in eine unpassende Lage gezwungen werden.

40°, 60°, 72° oder 85° – welcher Winkel braucht weniger Platz?

Grundsätzlich beeinflusst der Bogenwinkel sowohl den horizontalen als auch den vertikalen Platzbedarf.

Ein flacherer Bogen verändert die Richtung langsamer und benötigt dadurch für einen bestimmten Versatz häufig mehr Höhe. Ein steilerer Bogen führt das Rohr kompakter um.

Die tatsächliche Einbausituation lässt sich jedoch nicht allein aus dem Nennwinkel ableiten, weil die einzelnen Bögen je nach Rohrdurchmesser unterschiedliche reale Abmessungen besitzen können.

Deshalb sollten die konkreten Bauteilmaße immer in die Planung einbezogen werden.

Fallrohrbogen und Rohrdurchmesser müssen zusammenpassen

Fallrohrbogen, Zwischenstück und senkrechtes Fallrohr müssen zum gleichen Rohrdurchmesser gehören.

Bei der Auswahl sollte deshalb zuerst der benötigte beziehungsweise vorhandene Fallrohrdurchmesser feststehen.

Anschließend wird der passende Winkel innerhalb dieser Rohrgröße ausgewählt.

Fallrohrbögen richtig zusammenstecken

Vor dem endgültigen Zuschnitt empfiehlt sich eine Probemontage der Bögen und des Zwischenstücks.

  1. Ersten Fallrohrbogen am Einhangstutzen ausrichten.
  2. Zweiten Bogen in Richtung der geplanten senkrechten Fallrohrlinie positionieren.
  3. Benötigten Abstand zwischen den Bögen bestimmen.
  4. Einstecktiefen berücksichtigen.
  5. Zwischenstück auf das benötigte Maß zuschneiden.
  6. Schnittkante entgraten.
  7. Komplette Bogenkombination zusammenstecken.
  8. Senkrechte Rohrlinie kontrollieren.

Fallrohrbogen erst montieren, Schellen danach positionieren

Die Position der Fallrohrschellen sollte erst festgelegt werden, wenn die Bogenkombination korrekt ausgerichtet ist.

Dadurch lässt sich die senkrechte Rohrlinie exakt bestimmen. Die Schellen halten das Fallrohr anschließend in dieser Position.

Eine falsch geplante Bogenkombination sollte nicht dadurch ausgeglichen werden, dass das Fallrohr mit den Schellen seitlich zur Fassade gezogen wird.

Fallrohrbögen bei Hindernissen einsetzen

Fallrohrbögen können nicht nur direkt unter der Dachrinne eingesetzt werden. Auch innerhalb einer senkrechten Rohrleitung können Richtungsänderungen erforderlich sein, beispielsweise um einen Fassadenvorsprung zu umgehen.

Bei größeren Hindernissen sollte die komplette Rohrführung geplant werden, anstatt mehrere Bögen ohne klare Geometrie hintereinander zu setzen.

Jede zusätzliche Richtungsänderung beeinflusst Platzbedarf, Befestigung und Wasserführung.

Sockelknie oder Fallrohrbogen?

Für einen kleinen, definierten Versatz im unteren Bereich der Fallrohrleitung kann ein Sockelknie eine kompakte Alternative zu einer Kombination aus mehreren normalen Fallrohrbögen sein.

Das Sockelknie besitzt jedoch eine fest vorgegebene Ausladung und ist deshalb nicht beliebig an unterschiedliche Versätze anpassbar.

Welche Lösung besser passt, hängt von der konkreten Einbausituation ab.

Häufige Fehler bei Fallrohrbögen vermeiden

  • Bogenwinkel auswählen, ohne Dachüberstand zu messen.
  • Dachüberstand direkt als Zwischenstücklänge übernehmen.
  • Einstecktiefen der Rohrverbindungen vergessen.
  • Bögen und Fallrohr in unterschiedlichen Durchmessern bestellen.
  • Zwischenstück vor der Probemontage endgültig zuschneiden.
  • Negative Zwischenstücklängen rechnerisch akzeptieren.
  • Unpassende Bögen verdrehen oder verspannen.
  • Fallrohr mit Schellen in die gewünschte Position ziehen.
  • Nur den Winkel betrachten und die realen Bogenmaße ignorieren.

Fallrohrbögen im Komplettpaket berechnen

Wenn Sie einen geraden Dachrinnenabschnitt über unser Dachrinnen-Komplettpaket zusammenstellen, können Dachüberstand, Fallrohrhöhe und weitere Angaben direkt bei der Planung berücksichtigt werden.

Dadurch lässt sich die benötigte Fallrohrführung bereits zusammen mit Dachrinne, Fallrohr und Zubehör planen.

Für mehrere Dachseiten oder komplexere Gebäudeformen steht außerdem unser 3D-Dachrinnen-Konfigurator zur Verfügung.

Fallrohrbögen, Zwischenstücke und Fallrohre müssen in Durchmesser und Stecksystem zueinander passen. Dachüberstand, verfügbare Höhe und reale Bauteilmaße vor dem Zuschnitt prüfen. Rohrteile nicht durch Verdrehen oder Verspannen an unpassende Maße anpassen. Arbeiten an Dach und Fassade nur mit sicherem Zugang und geeigneter Absturzsicherung durchführen.

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DachrinnenCenter Rechner

Fallrohr-Zwischenstück berechnen

Berechnen Sie die passende Zuschnittlänge des Zwischenstücks zwischen zwei Fallrohrbögen passend zu Ihrem Dachüberstand.

cm

Gemessen von der Mitte der Dachrinne bis zur Hauswand.

cm

Damit kann zusätzlich die verbleibende senkrechte Fallrohrlänge berechnet werden.

Bemaßungsschema HAUSWAND Dachrinne 1. Bogen Zwischenstück 2. Bogen Dachüberstand: 80 cm Höhe Bogenaufbau
Ergebnis Berechnet
Benötigter Zuschnitt:
600 mm (60,0 cm)

Länge des Zwischenstücks inklusive Einsteckbereiche (2× 50 mm).

Vertikaler Platzbedarf: 487 mm (48,7 cm)
Sichtbares Rohrmaß: 500 mm (50,0 cm)

Hinweis: Die Berechnung basiert auf praxisnah vermessenen Fallrohrbögen und berücksichtigt die Einstecktiefen der Rohrverbindungen. Aufgrund von Fertigungs- und Montagetoleranzen empfehlen wir, das Maß vor dem endgültigen Zuschnitt am Gebäude zu kontrollieren.