Dachrinne
Dachrinne und Fallrohr richtig verbinden
Die Verbindung zwischen Dachrinne und Fallrohr beginnt am passenden Ablauf. Häufig übernimmt ein Einhangstutzen diese Aufgabe; für besondere Sammelstellen kommen Rinnenkästen infrage. Form, Maße und Entwässerungsleistung müssen zur konkreten Einbausituation passen.
Die Verbindung zwischen Dachrinne und Fallrohr beginnt am passenden Ablauf. Bei einer klassischen halbrunden Dachrinne übernimmt diese Aufgabe meist ein Einhangstutzen. Er führt das Regenwasser durch eine vorbereitete Öffnung aus der Rinne in das Fallrohr.
Für besondere Sammel- oder Eckbereiche können dagegen Rinnenkästen sinnvoll sein. Entscheidend ist immer, dass Rinnengröße, Ablauf, Fallrohrdurchmesser und die gesamte Wasserführung zur tatsächlichen Einbausituation passen.
- Einhangstutzen ist die typische Verbindung zwischen Dachrinne und Fallrohr.
- Rinnengröße und Fallrohrdurchmesser passend zueinander auswählen.
- Ablaufposition vor dem Ausschneiden oder Bestellen der Rinne festlegen.
- Dachüberstand und Fallrohrführung bis zur Fassade mit einplanen.
- Rinnenkästen sind spezielle Sammellösungen und kein pauschaler Ersatz für einen Einhangstutzen.
Wie verbindet man eine Dachrinne mit dem Fallrohr?
Bei einer klassischen Dachentwässerung wird zunächst an der vorgesehenen Stelle eine Ablauföffnung in der Dachrinne hergestellt.
An dieser Öffnung wird ein passender Einhangstutzen montiert. Der Stutzen nimmt das Regenwasser aus der Rinne auf und führt es in die darunterliegende Fallrohrleitung.
Unterhalb des Stutzens wird das Fallrohr anschließend mit den benötigten Bögen und Rohrstücken bis zur Fassade und weiter nach unten geführt.
Welche Bauteile werden für den Fallrohranschluss benötigt?
Welche Komponenten tatsächlich benötigt werden, hängt vom Dachüberstand und der geplanten Rohrführung ab.
| Bauteil | Aufgabe | Darauf achten |
|---|---|---|
| Ablauföffnung | Öffnung in der Dachrinne für den Übergang zum Einhangstutzen. | Position und Größe passend zum verwendeten Stutzen festlegen. |
| Einhangstutzen | Verbindet Dachrinne und Fallrohr. | Muss zur Rinnengröße und zum Fallrohrdurchmesser passen. |
| Fallrohrbogen | Führt die Rohrleitung vom Ablauf in Richtung Fassade. | Bogenwinkel passend zum benötigten Versatz auswählen. |
| Zwischenstück | Verbindet bei Bedarf zwei Fallrohrbögen. | Länge abhängig von Dachüberstand, Bogenwinkel und Einstecktiefe bestimmen. |
| Fallrohr | Leitet das Regenwasser senkrecht nach unten. | Durchmesser und benötigte Länge passend zum System wählen. |
| Fallrohrschellen | Befestigen das Fallrohr an der Fassade. | Befestigungsart passend zum Wandaufbau auswählen. |
Welche Größe muss der Einhangstutzen haben?
Der Einhangstutzen muss sowohl zur Dachrinnengröße als auch zum verwendeten Fallrohrdurchmesser passen.
Deshalb reicht es nicht aus, nur den Durchmesser des Fallrohrs zu kennen. Auch das Rinnenprofil und die entsprechende Systemgröße müssen berücksichtigt werden.
Vor der Bestellung sollten deshalb mindestens folgende Angaben feststehen:
- Rinnengröße,
- Fallrohrdurchmesser,
- Position des Ablaufs,
- Länge des betreffenden Rinnenstücks.
Wo sollte das Fallrohr an der Dachrinne sitzen?
Die Position des Fallrohrs sollte bereits bei der Planung der Dachrinne festgelegt werden.
Dabei ist nicht nur der Ablauf innerhalb der Rinne wichtig. Auch die spätere Rohrführung an der Fassade muss berücksichtigt werden.
Prüfen Sie deshalb:
- ob unterhalb des Ablaufs ausreichend Platz vorhanden ist,
- ob Fenster oder Türen die Rohrführung behindern,
- wo Fallrohrschellen sicher befestigt werden können,
- wie groß der Dachüberstand ist,
- wo das Fallrohr unten angeschlossen beziehungsweise entwässert wird.
Ablauföffnung selbst ausschneiden oder vorbereiten lassen?
Die Öffnung für den Einhangstutzen kann direkt vor Ort hergestellt werden.
Dafür wird zunächst die Position des Fallrohrs festgelegt. Anschließend wird die benötigte Öffnung passend zum verwendeten Einhangstutzen angezeichnet und ausgeschnitten.
Wer diesen Arbeitsschritt vermeiden möchte, kann eine Dachrinne bereits mit vorbereiteter Ablauföffnung und Einhangstutzen bestellen.
Dann müssen Rinnenlänge, Rinnengröße, Fallrohrdurchmesser und Ablaufposition vor der Bestellung eindeutig angegeben werden.
Dachüberstand mit Fallrohrbögen ausgleichen
Die Dachrinne liegt durch den Dachüberstand häufig weiter von der Fassade entfernt als das senkrechte Fallrohr.
Der Abstand wird deshalb üblicherweise mit zwei Fallrohrbögen und einem passenden Zwischenstück überbrückt.
Wie lang das Zwischenstück sein muss, hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:
- Dachüberstand,
- Fallrohrdurchmesser,
- gewähltem Bogenwinkel,
- Geometrie der verwendeten Bögen,
- Einstecktiefe der Rohrverbindungen.
Bei sehr kleinen Dachüberständen können die Bögen gegebenenfalls direkt ineinandergesteckt werden, sofern die jeweilige Geometrie dies zulässt.
Welche Fallrohrbögen eignen sich?
Fallrohrbögen stehen in unterschiedlichen Winkeln zur Verfügung. Der Winkel beeinflusst, wie stark sich das Rohr bei einer bestimmten Länge horizontal und vertikal versetzt.
Je nach Einbausituation kann deshalb eine flachere oder steilere Bogenkombination sinnvoll sein.
Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber Fallrohrbögen richtig auswählen und montieren.
Einhangstutzen oder Rinnenkasten – was ist der Unterschied?
Der Einhangstutzen ist für einen normalen punktuellen Ablauf aus einer Dachrinne in ein Fallrohr vorgesehen.
Ein Rinnenkasten bildet dagegen eine größere Sammelstelle. Er kann beispielsweise eingesetzt werden, wenn Regenwasser aus einer besonderen Einbausituation gesammelt und anschließend in ein Fallrohr weitergeleitet werden soll.
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt deshalb nicht nur von der Optik, sondern von Aufbau und Wasserführung ab.
Wann ist ein Rinnenkasten sinnvoll?
Ein Rinnenkasten kann insbesondere bei besonderen Sammelstellen oder speziellen Gebäudeecken sinnvoll sein.
In unserem Sortiment stehen dafür unterschiedliche Bauformen zur Verfügung:
| Rinnenkasten | Geeignet für | Darauf achten |
|---|---|---|
Rund-Rinnenkasten „Amsterdam“
Artikel ansehen →
|
Sammel- und Übergangsstelle mit rund ausgeführter Kastenform. | Einlauf, Position und Fallrohranschluss passend zur konkreten Entwässerung planen. |
Eck-Rinnenkasten „Venlo“
Artikel ansehen →
|
Spezielle Sammellösung für eine entsprechend geplante Gebäudeinnenecke. | Geometrie der Ecke und die zusammengeführte Wassermenge berücksichtigen. |
Die beiden Rinnenkästen besitzen einen 100-mm-Fallrohranschluss. Die Anschlussgröße allein sagt jedoch nicht aus, für welche Dachfläche die gesamte Entwässerung geeignet ist.
Rinnenkasten oder normaler Dachrinnenwinkel?
An einer Gebäudeecke muss unterschieden werden, ob die Dachrinne lediglich um die Ecke weitergeführt oder dort tatsächlich Wasser gesammelt und nach unten abgeführt werden soll.
Ein Rinnenwinkel führt die Dachrinne um eine Innen- oder Außenecke weiter.
Ein Eck-Rinnenkasten übernimmt dagegen zusätzlich eine Sammel- und Ablaufaufgabe.
Die beiden Bauteilarten sind deshalb nicht austauschbar.
Fallrohr anschließend an der Fassade befestigen
Nachdem die Rohrführung vom Einhangstutzen beziehungsweise Rinnenkasten zur Fassade feststeht, können die Positionen der Fallrohrschellen bestimmt werden.
Die Schellen sollen das Rohr sicher führen, ohne die Rohrverbindungen seitlich zu verspannen.
Die passende Befestigung hängt vom Wandaufbau ab. Je nach Konstruktion kommen beispielsweise Schellen mit Einschlagstift, Stockschraube oder Wandplatte infrage.
Unteren Anschluss des Fallrohrs mitplanen
Die Planung endet nicht am senkrechten Fallrohr.
Bereits vor der Montage sollte feststehen, wohin das Regenwasser anschließend geführt wird. Möglich sind je nach Einbausituation beispielsweise:
- Standrohr und weiterführende Entwässerung,
- Regenwasserkanal,
- geeignete Versickerung,
- Regentonne beziehungsweise Regenwasserspeicher.
So kann die gesamte Rohrlänge vom Dachrinnenablauf bis zum unteren Anschluss passend geplant werden.
Dachrinne und Fallrohr nach der Montage kontrollieren
Nach Abschluss der Montage sollte der komplette Wasserweg geprüft werden.
Kontrollieren Sie insbesondere:
- freien Ablauf durch die Rinnenöffnung,
- sicheren Sitz des Einhangstutzens,
- korrekte Verbindung der Fallrohrbögen,
- spannungsfreie Rohrführung,
- festen Sitz der Fallrohrschellen,
- freien unteren Ablauf.
Ein kontrollierter Wassertest kann helfen, den vollständigen Verlauf vom Rinnenabschnitt bis zum unteren Anschluss zu überprüfen.
Häufige Fehler beim Anschluss von Dachrinne und Fallrohr
- Einhangstutzen nur nach Fallrohrgröße auswählen.
- Ablaufposition erst nach der Montage der Dachrinne festlegen.
- Fallrohröffnung zu groß oder an der falschen Stelle ausschneiden.
- Dachüberstand bei der Rohrführung nicht berücksichtigen.
- Zwischenstück ohne Berücksichtigung der Einstecktiefen zuschneiden.
- Fallrohr durch Schellen seitlich in Position ziehen.
- Rinnenkasten als universellen Ersatz für einen normalen Stutzen einsetzen.
- Unteren Wasserweg nicht vor der Montage planen.
Dachrinne, Einhangstutzen, Fallrohre und Formteile müssen in Größe und Anschluss zueinander passen. Die gesamte Wasserführung vom Dach bis zum unteren Ablauf vor der Montage planen. Arbeiten an Dach und Fassade nur mit sicherem Zugang und geeigneter Absturzsicherung durchführen.
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